Konflikte sind bunt, Gewalt ist tabu
Shownotes
In dieser Folge spreche ich mit meinem Gast Hannes Ohersthaller darüber, wie wir Konflikte ohne Gewalt bewältigen und warum Respekt, Zuhören und klare Kommunikation so wichtig sind. Wir teilen unsere Erfahrungen aus der Praxis mit Menschen mit Behinderung und zeigen, wie ein gutes Miteinander gelingen kann. Dabei geht es um Mut zur eigenen Meinung, das Recht auf Schutz und die Kraft von Ich-Botschaften in schwierigen Gesprächen. Ich erzähle, wie ich selbst ruhig bleibe, welche Worte mir helfen und warum Streit nicht das Ende, sondern oft der Anfang einer guten Lösung ist. Diese Episode macht Mut, Konflikte anzusprechen, Rechte zu kennen und gemeinsam friedliche Wege zu finden.
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00:00:16: Redet doch mit, weil du so wichtig bist und richtig ist, dass du spritzt.
00:00:20: Und du ein weiterer Gesellschaft bist!
00:00:23: Redet auch mit, Weil du wissen willst wie es ist, weil Du nachfragst, weil Tu was zu sagen hast!
00:00:34: Rede doch
00:00:37: mit... Herzlich willkommen zu meinem Podcast!
00:00:46: Redete doch mit.
00:00:47: Mein Name ist
00:00:48: Hannes.
00:00:49: Heute sprechen wir über ein wichtiges Thema, wie können Menschen mit Behinderungen Konflikte friedlich lösen
00:01:00: und
00:01:00: was hilft damit Gewalt gar nicht erst entsteht.
00:01:05: Dazu
00:01:06: habe ich heute einen besonderen Gast eingeladen
00:01:11: der seine Erfahrungen
00:01:13: und Gedanken mit uns teilt.
00:01:16: Lieber Hannes, schön dass du da
00:01:18: bist
00:01:19: und dass Du
00:01:21: Zeit
00:01:21: dafür gefunden hast.
00:01:26: Herzlichen Dank für die Einladung!
00:01:28: Ich freue mich sehr und es ist mir sogar eine große Ehre das ich Gelegenheit habe in diesem Podcast mit dir Hannes zu sprechen über ein wichtiges Thema Und ich glaube, das hängt ein bisschen auch zusammen mit den Workshops die wir vor einiger Zeit hatten.
00:01:47: Workshobs mit Klientinnen und Klienten zum Thema Schutzvergewalt.
00:01:54: Hannes magst du dich kurz
00:01:56: vorstellen bitte?
00:01:57: Gerne!
00:01:59: Mein Name ist Hannes Oherstaler.
00:02:01: Ich bin klinischer Psychologe.
00:02:03: Ich arbeite im Amulatorium der Mosaic GmbH und habe auch selbstständig eine Praxis für Kinder, Jugend und Familienpsychologien.
00:02:14: In der Mosaic GmbH arbeite ich schon seit siebenundzwanzig Jahren und habe dabei den Auftrag, Menschen mit Behinderung und ihren Angehörigen zu arbeiten.
00:02:27: In der mosec gmbh bin auch Gewaltschutzbeauftragter in Rahmen eines Teams Koordinations Team Gewaltschutz.
00:02:38: Das bedeutet für dich eine Ein gutes Miteinander mit anderen Menschen.
00:02:46: Das bedeutet auf jeden Fall Respekt voreinander, gegenseitige Achtung sich gegenseitet zuhören unterschiedliche Meinungen haben dürfen miteinander sprechen nicht über Menschen sprechen sondern miteinander sprechen und das gemeinsame Bestreben nach einem freundlichen, friedlichen aber auch lustvollen Spaßhaften miteinander.
00:03:18: Welche Situation führt bei dir manchmal zu Konflikten?
00:03:25: Das kann sehr viele unterschiedliche Ursachen haben im Rahmen der Arbeit, im Rahmen von Freundschaft, dem Rahmen von Wohngemeinschaften, Partnerschaften wenn Menschen unterschiedliche Wünsche haben wenn unterschiedliche Meinungen, Werthaltungen aufeinander treffen.
00:03:48: Wenn Menschen unterschiedliche Ziele verfolgen.
00:03:52: Wenn sich Menschen ungerecht behandelt fühlen.
00:03:54: Wenn die Menschen das Gefühl haben dass Entscheidungen getroffen werden ohne dass sie selber einbezogen werden.
00:04:03: Sehr häufig entstehen Konflikte auch durch Missverständnisse, durch Zeitdruck, durch Überlastung.
00:04:21: Gibt es Zeichen an denen du früh
00:04:26: merkst,
00:04:27: jetzt wird es schwierig?
00:04:31: Wenn in einem Gespräch plötzlich die Lautstärke steigt.
00:04:35: Wenn die Stimmen lauter werden wenn man sich gegenseitig nicht mehr ausreden lässt dann ist es sehr häufig schon ein Zeichen dass ich einen Konflikt anbahnen kann dass es dann nicht mehr nur um das Thema geht einer unterschiedlichen Meinung oder diesen unterschiedlichen Ziele ist, sondern dass es schon das Gespräch auch emotional wird und eher um Machtverhältnisse verhandelt werden als um das eigentliche Thema.
00:05:10: Das ist
00:05:10: sehr interessant!
00:05:15: Wie fühlst du dich
00:05:17: wenn es Streit gibt?
00:05:22: Wenn es schon streit ist, dann ist die Gesprächsdynamik sehr weit fortgeschritten.
00:05:36: Ganz am Anfang kann es eigentlich ein klärendes Gespräch sein und der Bedarf eine Vereinbarung zu treffen wenn unterschiedliche Haltungen oder Ziele vorhanden sind und man eine Entscheidung treffen muss, wie man etwas gestaltet.
00:05:58: Das kann sehr sachlich, sehr ruhig, sehr friedvoll passieren.
00:06:04: Zum Konflikt wird es dann wenn die Positionen sehr unterschiedlich sind – oder sogar gegensätzlich das Ergebnis sehr wichtig ist, wenn es eine große Bedeutung hat welche Art von Entscheidung getroffen wird und das aus sehr unterschiedlichen Haltungen entspringt.
00:06:27: Dann kann das vom klären Gespräch zu einem Konflikt werden der aber noch nichts Negatives beinhaltet weil es einfach verdeutlicht dass dieses Gespräch eine hohe Wichtigkeit hat und einen großen Klärungsbedarf.
00:06:45: Zum Streit wird es allerdings dann, wenn bei diesem Konfliktgespräch keine gute Kommunikationsstruktur vorhanden ist oder diese verloren geht.
00:06:58: Wenn man nicht mehr um das eigentliche Thema verhandelt sondern wenn die Gefühle in den Vordergrund treten und auf die nicht mehr Argumente und Inhalte vertreten werden, sondern sich gegenseitig Gefühle zugespielt werden.
00:07:27: Und damit dann eine Dynamik von Ärger, Zorn- und Wut ausgetragen wird was dann nur mehr emotional ist und ohne den eigentlichen Inhalt Streit sogar in einer Eskalation, auch in eine Form von Gewalt übergehen kann mit gegenseitigen Beschimpfungen und Beleidigungen.
00:07:56: Wie schaffst du es ruhig zu bleiben?
00:08:05: Das kann in der Vorbereitung vom Gespräch stattfinden Bei der Planung von einem Gespräch, das so bedeutsam ist wie heute diese Aufnahme vom Podcast.
00:08:18: Dann versuche ich mich inhaltlich vorzubereiten.
00:08:22: Ich mache mir Gedanken über das Thema, das besprochen wird.
00:08:27: Ich versuche zu erahnen was der Gesprächspartner einbringt oder so wie heute kriege ich Unterlagen dazu und kann nicht inhaltliche auf dieses Gespräch vorbereiten.
00:08:38: Das gibt mir dann schon ein bisschen Ruhe und Gelassenheit, weil ich im Voraus Orientierung habe für dieses Gespräch.
00:08:47: Wenn ich im Vorhinein gar nichts oder nur wenig weiß von dem Gespräch – und ich merke das es herausfordernd wird, weil wir sehr unterschiedliche Meinungen haben, weil gegensätzliche Ideen aufeinanderprallen gefordert sind, eine Lösung zu finden.
00:09:10: Dann muss ich mich innerhalb vom Gespräch beruhigen und das kann dadurch passieren.
00:09:18: oder folgendes kann dazu beitragen dass ich auch ein Stück zurück gehe aus dem Gespräch
00:09:25: d.h.,
00:09:25: dass ich aufhöre ständig zu reden sondern auch besonders darauf achte dem anderen zuzuhören um durch zu atmen, um Luft zu holen und vor allem beim Ausatmen nicht zu entspannen.
00:09:46: Das ich auch ein bisschen Ablenkung mit einem schluckkaltem Getränk mache und versuche damit meine Gefühle, vor allem meine negativen Gefühles von Unsicherheit, Angst aufsteigenden Ärger oder sogar zu befürchtete Wut Wenn ich glaube, dass wir zu keinem guten Ergebnis kommen dieses zu besänftigen.
00:10:16: Und wenn auch das nicht ausreicht ist es eine gute Gelegenheit des Gesprächs unterbrechen.
00:10:25: Eine Pause einzufordern – nicht um das Gespräch abzubrechen, eine Pause zu nutzen als ganz wichtiges Hilfsmittel in einem Gespräch, um das bisher geschehene Zuordnen sich zu beruhigen und dann nach einer Pause im neuen Anlauf des Gesprächs fortzusetzen.
00:10:51: Welche Worte helfen dir dabei?
00:11:00: Auf jeden Fall auch die Worte meines Gegenübers meines Gesprächspartners Denn das ist es, was mir Orientierung gibt.
00:11:08: Was mir verdeutlicht.
00:11:09: Was der andere für eine Haltung vertritt und welches Ziel er verfolgt.
00:11:14: Und ich für mich selber kann Worte nutzen um mich auch weiter zu beruhigen im Sinne von cool.
00:11:23: Ich versuche das zu schaffen.
00:11:25: Ich bemühe mich um gute Gesprächsführung.
00:11:29: Im direkten Gespräch ist es auf jeden Fall wichtig in den Worten ich Botschaft zu verwenden.
00:11:39: Um zu verdeutlichen, für mich bedeutet das was du gerade gesagt hast verstehe ich so entspricht es auch dem wie du es gemeint hast.
00:11:52: Das ist etwas was mich verunsichert.
00:11:55: Ich tu mir schwer deine Absicht zu verfolgen.
00:12:01: Also ich Botschaften, um auch dem gegenüber meine Haltung zu verdeutlichen und meine Position im Gespräch näher zu erklären.
00:12:12: Nicht gut wäre es in Botschaftens die das Gegenüber betreffen, die Emotionen weiter anzuheizen.
00:12:29: hast etwas verursacht, dass das Gespräch gibt.
00:12:32: Es ist jedes Mal das gleiche mit dir.
00:12:35: Immer wenn wir versuchen was zu klären wirst du so emotional.
00:12:39: Du hast mich schon wieder angegriffen.
00:12:41: Das sind Worte die nicht gut sind sondern etwas was mich selbst beruhigt oder ich Botschaften um meine Haltung meiner Meinung zu verdeutlingen aber auch um meinen Gefühlszustand erkennbar zu machen.
00:12:56: Wie kann man zu einem Streit?
00:13:00: Ich möchte damit beginnen, Hannes.
00:13:04: Und immer wieder lustig weil wir einfach den kleinen Vornamen haben.
00:13:10: Eigentlich möchte ich damit beginnen was man beitragen kann um eine Situation gar nicht zu einem Streit werden zu lassen also in einer Form von gährendem Gespräch zu bleiben einer Besprechung, die eine Vereinbarung, eine Lösung anstrebt.
00:13:36: Wenn es ein bisschen intensiver ist – so wie ich vorher gesagt habe, weil sie unterschiedliche Haltungen und großer Druck eine Lösung zu finden -, als Konfliktgespräch zu führen.
00:13:49: Dabei dohne ich noch einmal, dass Konflik nicht etwas so negativ ist, wie es manchmal klingt sondern Konflikt zeigt einfach, dieses Gespräch hat eine hohe Bedeutung.
00:14:03: Das ist Menschen aus unterschiedlicher Position wichtig dabei eine Klärung, eine Lösung zu erzielen.
00:14:11: und wenn das nicht geglückt ist und es zum Streit wird im Sinne von die Emotionen werden stärk genutzt als die Argumente.
00:14:22: Es geht schon mehr um die Gefühle also den Inhalt.
00:14:26: komme ich jetzt zurück auf deine Frage, wie man Streit lösen kann.
00:14:31: Da ist gute Gelegenheit das Gespräch zu unterbrechen.
00:14:38: Darauf auch einzuleiten.
00:14:42: Mit einem Beispiel, ich merke dass wir in unseren Gesprächen einen Punkt angelangt sind wo wir nicht mehr sachlich miteinander sprechen.
00:14:51: Auch ich habe starke Gefühle.
00:14:54: Ich merke das bei mir auch eine Form von Ärger oder Wut entsteht.
00:15:00: Deshalb finde es gut des Gesprächs unterbrechen.
00:15:03: Ich schlage vor wie machen eine Pause Nehmen ein bisschen Abstand vom Gespräch.
00:15:08: Wir versuchen uns zu beruhigen.
00:15:11: Wir können auch jemanden um Rat fragen, was hilfreich ist und das Gespräch gut fortzusetzen.
00:15:20: Wir können überlegen ob es günstig ist eine weitere Person in dem Gespräch zu beteiligen als Vertrauensperson die unterstützt dabei ist oder auch als jemand der dieses Gespräch als Moderator führt die nicht die Gefühle im Vordergrund stehen zu lassen, sondern wieder den Inhalt zu holen.
00:15:54: Auf jeden Fall zuhören, wahrnehmen und erkennen womit die Menschen die ein Gespräch führen oder Tätigkeiten ausführen, sich gerade beschäftigen.
00:16:11: Was denen wichtig ist Nachfragen um sich genauer zu orientieren was gemeint ist Im Gespräch.
00:16:21: auf jeden Fall Die Regeln, auf die wir beide uns geeinigt haben Ausreden lassen Den anderen zu Wort kommen lassen.
00:16:34: in herausfordernden Gesprächen auch sehr hilfreich ungefähr in der gleichen Lautstärke zu bleiben.
00:16:43: Die gesteigerte Lautstärkung ist kein Argument, ist etwas was nur kurzfristig mehr Aufmerksamkeit bewirkt – dazu kann man es benutzen -, aber nicht die Lautstörkung erhalten um vermeintliche Argumente damit zu verstärken.
00:17:03: und von Betreuerseite wichtig auch der Beitrag gemeinsam Lösungen zu schaffen.
00:17:12: Und im Vorfeld, damit auch Menschen mit Behinderung gut in der Lage sind Gespräche zu führen ihre Meinungen auszusprechen in Konflikten bei ihrer Position zu bleiben auf gemeinsame Suche nach eine Lösung ist es wichtig Menschen einfach in ihrer Persönlichkeit zu unterstützen, ihnen Selbstsicherheit selbstbewusstsein, Selbstwirksamkeit zu vermitteln, ihnen Mut zu machen die eigene Position zu vertreten auch gegen Widerstand.
00:17:50: Was bedeutet für dich?
00:17:52: Eine gute Begleitung in einer schwierigen Situation?
00:17:58: Begleitungen in einem Konfliktgespräch kann so ausschauen, dass tatsächlich zusätzliche Personen in dem Gespräch beteiligt sind.
00:18:11: Als Vertrauenspersonen mit dabei sind die einen persönlich unterstützen oder wo meine Gesprächspause Kurz Orientierung holen kann, um sich zu orientieren und später das Gespräch weiterzuführen.
00:18:25: Wichtig ist es dabei für Menschen die so ein Gespräch begleiten und unterstützen, zuzuhören, die Situation ernst zu nehmen aber ganz wichtig nicht Partei zu ergreifen und nicht als zusätzlich beteiligte Person dann eine Entscheidung zu treffen Meinungen und Zielsetzungen eigentlich am Gespräch beteiligten Personen hinwegzusetzen.
00:18:58: Hilfreich ist es auch, die beim Formulieren zu unterstützen genauer nachzufragen ob beide Gesprächsparteien das auf dieselbe Weise verstanden haben.
00:19:17: sehr hilfreich kann es auch sein, wenn man dabei unterstützt Gefühle zu benennen.
00:19:23: Damit man sich im Gespräch nicht nur im Inhalt sondern auch in der momentanen Atmosphäre besser orientieren kann.
00:19:34: und auf jeden Fall auch der Hinweis Ergebnis eines Gesprächs eine Entscheidung zu treffen, eine Lösung zu finden.
00:19:49: Dazu beizutragen unterschiedliche Lösungsmehnlichkeiten aufzuzeigen, zu denen sich Konfliktparteien dann gemeinsam.
00:20:02: Was können andere Menschen tun damit er es gar nicht zur Gewalt
00:20:10: kommt?
00:20:13: Miteinander reden!
00:20:14: ganz viel miteinander reden im Sinne von etwas sagen, seine Position vertreten und auch zuzuhören.
00:20:26: Das gemeinsame Gespräch besteht aus Mitteilen und auch Zuhören wenn schon früh miteinander geredet wird, früh im Sinne.
00:20:42: noch ausführlich Zeit ist bis zu einer Entscheidung, wenn nicht schon mehrere Fehlversuche gestartet wurden und Leute schon ärgerlich sind in ruhiger Atmosphäre ein Gespräch im Sinne von Klärung, Vereinbarung zu führen.
00:21:03: Da ist die Chance sehr hoch dass man gut beim Thema bleiben kann ohne negative Gefühle stark zu beteiligen.
00:21:13: Weiters wichtig auch eine gute Konfliktkultur zu unterstützen, nicht konflikte zu vermeiden, nicht Konflikten auszuweichen sondern zu lernen wie man in einer Situation, wo das Thema für einen persönlich wichtig ist.
00:21:35: Aber man merkt dass es andere Haltungen gibt.
00:21:40: Man trotzdem dabei bleibt seine Position, seine Meinung zu vertreten aber gleichzeitig auch respektvoll und tolerant bereit ist die Position und die Haltung des anderen auch zuzuhören.
00:22:03: Sofort im Sinne von in der Situation, wo es erforderlich ist.
00:22:09: Solange wie möglich kann man das selbstständig alleine machen so lange wie möglich ihn auseinandersetzung auch mit jemanden anderen.
00:22:20: Aber ob am Zeitpunkt, wo man vermutet dass es schwierig werden könnte und in einen Streit und in eine emotionale Auseinandersetzung zu gehen ist es auf jeden Fall gut das Gespräch zu unterbrechen.
00:22:35: Eine Pause zu machen ist später fortzusetzen und dabei auch die Gelegenheit zu nutzen jemanden unterstützend am Gespräch zum Beteiligen.
00:22:47: Welche Menschen oder Orte können mehr Sicherheit geben.
00:22:57: Ja, grundsätzlich alle Orte an denen du dich wohlfühlst die dir bekannt sind und vertraut sind wo für dich berechenbar ist was passiert ob du dort in Ruhe bleiben kannst oder gestört wirst auch Menschen erreicht, die für dich Vertrauenspersonen sind und dir auch zusätzlich Schutz- und Sicherheit geben können.
00:23:28: Hannes, wie ist das zu Hause?
00:23:33: Du müsstest mir jetzt genauer erklären was du damit meinst.
00:23:38: Ja...
00:23:39: Wie ist es bei dir daheim?
00:23:43: Bei mir zuhause erlebe ich einen Ort von Sicherheit und Schutz Wohlfühlen und von Zusammengehörigkeit mit meiner Familie.
00:23:54: Das ist für mich ein besonderer Wohlgefühlort, und innerhalb von meinem Zuhause sind ganz bestimmte Plätze die ich in unterschiedlichen Situationen sehr gerne mag um konzentriert arbeiten zu können, um etwas Gutes zuzubereiten oder gemeinsam zu genießen oder wo ich an heißen Sommertagen in der Abendkühle auf der Terrasse sitze und mich wohlfühle.
00:24:22: So geht es mir auch, genauso geht's mir
00:24:25: auch.
00:24:25: Schön wenn du auch solche Wohlfühlorte hast!
00:24:31: Was sollen Menschen mit Behinderung über ihre Rechte wissen?
00:24:40: Das beginnt damit dass alle Menschen und auch Menschen mit Behinderung wissen sollen das sie Rechte haben.
00:24:48: Es ist wichtig, ein Bewusstsein zu haben.
00:24:50: Ich habe Rechte die stehen mir zu auch wenn ich sie nicht einfordere.
00:24:56: Das ist ein Grundrecht.
00:24:59: das beginnt damit wie wichtig es ist überhaupt zu wissen dass Menschen Rechte haben Dass allgemein Menschenrechte haben und Menschen mit Behinderung rechte haben Die ihnen zustehen Auch wenn es ihnen selber gar nicht bewusst ist Menschen auch nicht den Auftrag haben, diese Rechte einzufordern sondern etwas ist was ihnen von Grund auf als Mensch zusteht.
00:25:29: Diese Rechte beinhalten im Sinne unseres Themas Konflikte bearbeiten, Konfliktgespräche führen und damit auch Gewalt vermeiden.
00:25:46: wichtig das Recht, nein zu sagen sich abzugrenzen kritisch zu sein seine eigene Position zu vertreten.
00:25:59: Wichtig auch das Recht mitzuentscheiden dass in Abläufen von Arbeit und Wohnen viele Regeln gelten die für ein Miteinander bedeutsam sind.
00:26:15: aber Wichtig, dass diese Regeln nicht nur von einer Institution vorgegeben werden sondern Menschen die dort ihre Arbeit ausführen.
00:26:26: Dort wohnen und ihre Freizeit verbringen auch das Recht haben über diese Reglen gut informiert zu werden und dabei auch mitzuentscheiden.
00:26:36: Wichtig ist das Recht gehört zu werden seine Meinung einzubringern auch etwas zu äußern im Sinne einer Beschwerde, im Sinne von Kritik und auch um eigene Anliegen, Wünsche und Bedürfnisse sichtbar zu machen.
00:26:58: Das heißt nicht automatisch dass jeder Mensch das Recht hat auf Wunscherfüllung und alle Ansprüche und Wünschen erfüllt werden aber dass diese Anliege, diese Wünste von Menschen in gemeinsamen Entscheidungen mit berücksichtigt werden.
00:27:16: Das Recht auf jeden Fall auch respektvoll behandelt zu werden, dass keine Meinung, keine Idee unwichtig ist und egal von wem sie kommt und welches Thema es berührt jede Idee, jede Haltung, jede Meinung das gleiche Recht hat geäußert.
00:27:41: Und ein wesentliches Recht sagt auch, dass Menschen allgemein und Menschen mit Behinderung im Speziellen das Recht haben vor Gewalt geschützt zu werden.
00:27:53: Was muss sich ändern damit Menschen mit Behinderungen besser vor Gewald geschützten sind?
00:28:06: Auch da passt es miteinander zu sprechen, miteinander zu reden, einander zuzuhören Menschen mit Behinderung den
00:28:18: Mut
00:28:19: zu vermitteln, sich mitzuteilen ihre Wünsche, ihre Widerstände erkennbar zu machen.
00:28:28: Für Menschen, die sich selber in Worten nicht gut ausdrücken können gibt es die Möglichkeit Vertrauenspersonen dazu zu ziehen, unterstützte Kommunikation zu verwenden.
00:28:41: Aber auf jeden Fall Signale zu beachten wo Menschen etwas mitteilend möchten.
00:28:48: Je mehr Menschen Ihren Anliegen in ihren Haltungen mitteilen können, desto weniger Platz ist für Konflikte.
00:29:02: Weiter wichtig für Schutz vor Gewalt ist es ihn ansetzen zu erkennen wenn ich in meinen Grenzen überschritten werde Wenn mir als Person etwas passiert was mir Ein schlechtes Gefühl vermittelt, was mir Angst verursacht.
00:29:26: ist es wichtig mich dagegen zu wehren.
00:29:29: Mich da vorab zu grenzen auch mit der Mitteilung nein das tut mir weh stopp!
00:29:35: Das ist mir unangenehm und wenn das in der Situation nicht möglich ist eine Vertrauensperson jemanden auf den ich mich verlassen kann das mitzuteilen und dadurch auch Unterstützung von anderen Zu kriegen.
00:29:57: Ich sage, deine Meinung ist wichtig.
00:30:00: Es interessiert mich was du denkst Was dir wichtig ist Wo du Kritik äußern möchtest.
00:30:09: Teile mir mit Was du denkest und was du fühlst.
00:30:12: Du als Person bist mir wichtig.
00:30:14: Deine Botschaft Und deine Gefühle sind mir wichtig.
00:30:17: Deshalb mutigt Menschen sich in allgemein Gesprächen mitzuteilen und damit auch in herausfordernden Konfliktgesprächen besser bestehen zu können, wenn man das im Sinne von Sportlichkeit regelmäßig übt oder trainiert.
00:30:39: sage rechtzeitig sage früh, wenn dich etwas stört und warte nicht bis dein Gefühl schon sehr stark ist weil du dann deine Botschaft nicht mehr gut weitergeben kannst und dein Gefühl im Vordergrund steht.
00:30:53: Nutze Ich-Botschaften, bleibe bei dir.
00:30:58: Teile mit was diese Situation für dich bedeutet welche Gefühle es bei dir auslöst.
00:31:04: Bleibe bei ich Botschaften.
00:31:07: greife nicht die andere Person an und weise keine Schuld zu.
00:31:12: nutze alle Gelegenheiten um dich selber mitzuteilen um deine Position zu verdeutlichen aber hole rechtzeitig Hilfe wenn du sie brauchst.
00:31:22: Achte darauf, dass du Personen hast die dich unterstützen können zu denen du vertrauen haben kannst und vergewissere dich ob diese Personen für dich wichtigen Situationen auch zur Verfügung stehen.
00:31:41: Weitere Botschaft Konflikte sind erlaubt.
00:31:44: Konflikte sind an sich nicht schlechtes weil sie unterschiedliche Positionen verdeutlichen.
00:31:50: Sie sind auch ein Ausdruck von Buntheit und von Vielfalt der Menschheit mit unterschiedlichen Geschmäckern, mit unterschiedlichem Ideen und mit unterschiedlicher Vorstellungen zielen.
00:32:04: Das kann bunt und bereichernd sein weil wir damit etwas Neues lernen.
00:32:09: es kann aber sehr häufig störend sein wenn jemand anderer mir mit seiner Idee oder seine Zielsetzung in die Quere kommt und dann ist das wichtig auf einer guten Kommunikationsstruktur in guter Konfliktkultur auch solche Situationen sachlich beim Thema auszutragen, sich seiner Gefühle bewusst zu sein aber nicht die Gefühlen statt Argumenten zu verwenden.
00:32:41: Konflikte sind gut, Konflichte sind erlaubt.
00:32:44: Gewalt ist nicht erlaubт.
00:32:50: Menschen mit Behinderung am Ende noch mitgeben.
00:32:59: Ich wünsche allen Mut, Mut zu sich zu stehen, sich wahrzunehmen seine Ideen, seine Haltungen selber ernst zu nehmen und sie damit auch so auszudrücken dass Sie auch für andere Menschen Bedeutung haben.
00:33:16: Mut die eigene Meinung zu sagen.
00:33:19: Auch den mut in Konflikte zu gehen.
00:33:24: das Geschick gute Gespräche zu führen, mutige Gespräche die eine einfache Klärung und Vereinbarung verursachen können.
00:33:34: sich nicht davor zu scheuen in einen Konflikt zu gehen.
00:33:38: Und auch dabei seine Position aufrechtzuerhalten im Konflik auch nicht den Respekt zu verlieren.
00:33:48: Den Respekt vor sich indem man nicht die Gefühle benutzt, um den Inhalt zu verdeutlichen.
00:33:57: Das gelingt nicht.
00:33:59: und auch den Respekt zu halten vor der Person gegenüber, die möglicherweise eine andere Meinung hat aber der ich trotzdem interessiert und tolerant gegenüberstehen kann.
00:34:14: das Gespräch sowohl die Klärung, die Vereinbarung, der Konflikt als auch der Streit sollen am Ende eine Lösung haben, eine Entscheidung die getroffen werden kann.
00:34:31: Das Ergebnis soll nicht beinhalten wer der Sieger ist, wer der Mächtigere ist und wer sich durchgesetzt hat sondern das Ziel soll bleiben eine gute Lösung zu finden um eine gute Entscheidung zu treffen die man gemeinsam aushalten
00:34:48: kann.
00:34:51: deine Erfahrungen und Gedanken mit uns geteilt hast.
00:34:56: Dank das Gespräch hat gezeigt, wie wichtig Respekt zuhören, klare Grenzen und gute Unterstützung sind.
00:35:07: Konflikte gehören zum Leben dazu aber Gewalt darf niemals sein.
00:35:14: Danke dass du heute da
00:35:17: wart.
00:35:19: Nochmals danke für die Einladung Danke für die gute Vorbereitung und die sorgfältige Gesprächsführung.
00:35:27: Und danke auch Christian, für die technische und organisatorische Unterstützung!
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